In einer Blitzumfrage anlässlich der Pressekonferenz zur anstehenden SHK ESSEN vom 6. bis 9. September 2022 zeichneten 380 Führungskräfte von SHK-Innungsfachbetrieben in Nordrhein-Westfalen im Juni 2022 folgendes Stimmungsbild.
Die Frage nach der aktuell größten Herausforderung im betrieblichen Alltag beantworteten stolze 62,4 Prozent mit „Lieferzeiten für Material“. An zweiter Stelle mit 35 Prozent folgt das Stichwort „Personal“. Die restlichen 2,6 Prozent nannten „Materialqualität“ als herausfordernden Faktor.
Die aktuell am stärksten nachgefragte Leistung im SHK-Handwerk NRW ist mit rund 58,2 Prozent der 380 Antworten der Bereich „erneuerbare Energien“. Die Marktsegmente Sanitär, Lüftungs-/Klima-/Kältetechnik und Kundendienst fallen dagegen deutlich ab.
Diese Angaben spiegeln in größerer Zahl das wieder, was dem Fachverband SHK NRW bereits seit Wochen in Einzelgesprächen und Beratungen sowie im Rahmen in der Gremienarbeit (Vorstandssitzungen, Obermeister-Tagung, Landesfachgruppentagung etc.) entgegenschlägt. Die Aussagen zeigen, dass der Materialmangel aktuell die Bremse für das Handwerk darstellt und somit auch ein Problem für die Umsetzung der Energiewende ist. Im Freitextbereich der Blitzumfrage wurden explizit die Lieferprobleme bei Wärmepumpen und Pelletanlagen beklagt. Zudem ist der Fachkräftemangel ein enormes Thema, das den Großteil der Betriebe belastet. Diese Situation ängstigt auch einige Betriebe, weil sie nicht wissen, wie sie in der Situation die Beschäftigung langfristig aufrecht halten können. Der administrative Aufwand bei den Betrieben ist derzeit enorm hoch. Als Gründe wurden beispielsweise die kaum bearbeitbare Zahl an Preisänderungen sowie überlastete Ansprechpartner bei Handel und Herstellen genannt.